MORGENSCH­TEAN

… die Öster­rei­chi­sche Dialektz­ei­schrift
wird vom Verein Ö.D.A, (Österr. Dialektautor:innen und ‑archive) heraus­ge­ge­ben.
Seit 2021 leite ich die Redak­tion des “Morgensch­tean” und habe gemein­sam mit meinem Team einiges geändert. Zum Beispiel gibt es jetzt zusätz­lich zur – doch sehr dünnen Zeitschrift – einen Blog, damit die Seiten nicht mehr so “vollge­stopft” sind. Dafür ist jetzt mehr Platz für Dialekt-Litera­tur, auch soll es nun eine klare Seiten­ein­tei­lung geben. Den Einstieg macht immer ein Inter­view (diesmal hat Kathe­rina Braschel die Gesangs­ka­pelle Hermann anläss­lich ihres 10-Jahre-Jubilä­ums gefragt), dann kommt der Litera­tur­teil zum Thema, anschlie­ßend Litera­tur-Sonder­sei­ten, dann eine Doppel­seite Neues aus dem Verein sowie eine Kolumne aus der Redak­tion, und ganz zum Schluss dann die Rezen­sio­nen.
Statt wie bisher 24 Seiten hat der “Morgensch­tean” nun 28 Seiten (eigent­lich hätten es 32 sein sollen, aber dann stiegen die Papier­preise …). Außer­dem haben wir auf Digital­druck gewech­selt, um uns starkes, hochwer­ti­ges Papier leisten zu können.
Das aller­schönste Geschenk nach vielen Stunden Tüfte­leien und Layout-Arbeit? Dass es bereits so viele schöne positive Rückmel­dun­gen regnet.
Daran ist natür­lich auch unser Zeich­ner Heinz Wolf schuld, der uns seit vielen Ausga­ben beglei­tet und mir mit seiner wertvol­len Kritik zur Seite stand. Und natür­lich unserem wirklich tollen, engagier­ten, jungen Redak­ti­ons­team – sowie die Autor:innen, die in der Ausgabe vertre­ten sind und bewei­sen, dass Dialekt nix von gestern ist!

Die öster­rei­chi­sche Dialekt­zeit­schrift MORGENSCH­TEAN ist seit 1989 der Dialekt­li­te­ra­tur gewid­met, Heimat­tü­me­lei und Senti­men­ta­li­tät liegen ihr jedoch fern. 

Bernhard C. Bünker, erster Ö.D.A.-Präsident und Mitbe­grün­der des MORGENSCH­TEAN, hatte seine Anlie­gen damals so formu­liert: “Es geht uns mit der Heraus­gabe dieser Zeitschrift darum, der Dialekt­dich­tung den ihr gebüh­ren­den Platz inner­halb der Litera­tur in unserem Land einzuräumen.”

Die Aussage hat bis heute an Aktua­li­tät nichts verlo­ren. Der Dialekt ist in der Litera­tur nach wie vor eine Rander­schei­nung im doppel­ten Sinne: einer­seits, weil Dialektautor*innen in der öffent­li­chen Wahrneh­mung gesell­schaft­lich meist nicht am oberen Ende einge­ord­net werden, und anderer­seits, weil jeder Dialekt global gesehen eine regio­nal beschränkte Erschei­nung ist.

Überdies soll der MORGENSCH­TEAN die Kommu­ni­ka­tion unter den Mitglie­dern stärken und über Neuerschei­nun­gen, Veran­stal­tun­gen und die Arbeit der Ö.D.A. infor­mie­ren. Die grund­le­gende Richtung der Zeitschrift sind alle Belange des Dialekts in Kunst, Kultur und Gesellschaft.

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