30.7.2022, Schloss Pillnitz/ Dresden

Unheimlich zart, traurig und poetisch.

Eine Frau spürt den letzten Tagen ihrer Schwester nach, die sich in New York das Leben nahm. 
Vor allem das letzte Treffen mit dem “Soldaten”, der einstigen kurzen Jugendliebe und späteren jahrelangen Affäre der Schwester, möchte sie rekonstruieren.

Angesiedelt in Ostdeutschland, nahe der polnischen Grenze, vor, während und lange nach der Wende, als alle Träume ausgeträumt sind. 
Es ist keine große Tragik, die zum Selbstmord der Schwester führt – es ist vielmehr das Feststecken in einem Alltag, aus dem sie selbst ihre Affäre nicht befreien kann. 
Die Erzählerin tastet sich heran, ganz zart und behutsam. Denn was weiß sie schon von der Toten? Und doch unternimmt sie den Versuch, in sie hineinzuspüren, zu verstehen.

Aufmerksam geworden bin ich auf Julia Schoch durch die Neuerscheinung “Das Vorkommnis” – doch da das Buch gerade dauerausgeborgt ist, habe ich erst mal ein älteres Werk gelesen. 
“Mit der Geschwindigkeit des Sommers erschein bereits 2009.
AAAAABER: Ich hab gerade per Zufall (als ich eine Leseprobe verlinken wollte) gesehen, dass es eine Neuauflage bei dtv gibt, und die erscheint übermorgen!

Mehr zum Buch und den Link zur Leseprobe findet ihr auf meinem Buchblog