🔫 DIE NACHT DES ZORNS

Meine Mutter hat mir den Krimi total begeistert in die Hand gelegt, im Gegensatz zu mir kannte sie die Autorin noch gar nicht (habe ich sie ihr denn nie empfohlen???)
Ich hatte meine Adamsberg-Phase einen Sommer lang, vor 12 Jahren, ich glaube, damals muss ich an die fünf Bände hintereinander gelesen haben. Da mein Mann gerade krank im Bett liegt, habe ich es mir während der letzten Weihnachtsfeiertage jetzt auch bequem gemacht. Im Nebenzimmer. Zwischen Teezubereiten und so … 🍵🍵🍵

🔖 Inhalt:
In dem kleinen Dorf Ordebec in der Normandie hat die hübsche Lina Vendermot (ist sie hübsch? nein, sie hat vor allem einen Wunderbusen und eine Ausstrahlung wie ein Honigkuchen) das “Wütende Heer” gesehen, und das ist ein Trupp geisterhafter Gestalten, die sich gern ein paar Bösewichte ergreifen. Drei von diesen insgesamt vier “Ergriffenen” konnte Linda erkennen, und kaum ist Adamsberg angekommen (angelockt durch die Bitte von Lindas Mutter, ihre Kinder zu schützen und das Schlimmste zu verhindern), wird auch schon der erste von ihnen tot aufgefunden.
Mehr will ich von der Handlung gar nicht erzählen, außer dass es noch eine misshandelte Taube gibt, die der Kommissar und sein Sohn (er hat jetzt einen, im wohl letzten Band dazubekommen) pflegen sowie einen anderen Fall in Paris, dessen Hauptverdächtiger mit Adamsbergs Hilfe aus der Untersuchungshaft flieht, denn natürlich weiß man, dass der Mörder ganz woanders zu suchen ist.

💬 Meine Meinung
Es sind diesmal mehrere Fälle, die zusammenlaufen, so beginnt der Krimi diesmal mit einer ermordeten Ehefrau und zwei süßen Ratten, die dann später gar keine Rolle mehr spielen, dann gibt es den Fall der misshandelten Taube, der natürlich ebenso aufgeklärt wird wie die Fälle in Paris (der Adamsberg den Kopf kosten kann) sowie der mysteriöse Fall in der Normandie. Und auch eine Fluchtgeschichte gibt es, wir wechseln also die Schauplätze, sind an 3 Orten gleichzeitig.
Mich persönlich stört sowas ja nie, sollen sich die skurrilen Figuren nur tummeln, die mystischen Legenden ihren Lauf nehmen und alle vor Angst erzittern. Ich habe zwei lange Abende lang ein tolles Winter-Lesevergnügen gehabt, mit Keksen und Tee, nur das Ende war dann selbst mir ein Stück weit zu überraschend, zu konstruiert. (War das bei ihren ersten Krimis auch so? Ich kann mich nicht mehr erinnern.) Aber konstruiert hin oder her, eines muss ich der Vargas lassen: Die Adamsberg-Krimis gehören zu jenen wenigen, die mich beim Zuklappen denken lassen, dass ich ganz sicher wieder einen von dieser Reihe lesen möchte. Ich habe ja ein paar Bände versäumt, vielleicht werde ich die Lücke schließen (wenngleich ich mich natürlich kaum noch an jene erinnern kann, die ich 2010 gelesen habe.)

Titel: Die Nacht des Zorns
(ein Adamsberg-Krimi)
Autorin: Fred Vargas
Übersetzung aus dem Französischen: Waltraud Schwarze
Verlag: Aufbau
Erscheinungsjahr: 2012
Seiten: 454
ISBN: 978–3‑351–03380‑4

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