📘 SIMÓN

„Der Zufall bringt das Leben durch­ein­an­der, die Fiktion hinge­gen ordnet es.“ – Eine Helden­reise im moder­nen Barcelona.

📘 DIE ROTTE

… geht an die Nieren und ans Herz. Da schmerzts und gruselts beim Lesen, aber so richtig.

📘 AUF SEE

In ihrem neuen Roman setzt sich There­sia Enzens­ber­ger mit Utopien ausein­an­der. „Auf“ See“ ist flott geschrie­ben und spannend – vor allem aber zeigt der Roman auf, wie eng der Wunsch nach Freiheit und die Ausbeu­tung von Natur und Mensch mitein­an­der verbun­den sind. 

📘 MASCHI­NEN WIE ICH

McEwans Roman spielt im Jahre 1982 in London. Aber nicht ganz. Denn die Beatles sind noch zusam­men, das Verei­nigte König­reich hat den Krieg um die Falkland­in­seln verlo­ren und Alan Turing, der unter anderem an der Entzif­fe­rung des Enigma-Codes betei­ligt war und eines der ersten Schach­pro­gramme entwi­ckelte, lebt noch. In eben diesem paral­le­len 1982 ergat­tert der Anthro­po­lo­gie­stu­dent und Technik-Nerd Charlie einen von 25 perfekt gebau­ten (und wahnsin­nig teuren) Andro­iden der ersten Adam und Eve Serie, die wie Menschen ausse­hen, (fast) wie Menschen handeln und sogar Gefühle zeigen. 

📘 MIT DER GESCHWIN­DIG­KEIT DES SOMMERS von Julia Schoch

ERSCHEINT AM 1.8. IN NEUAUF­LAGE BEI DTV!!! Eine Frau (die Erzäh­le­rin) erfährt vom Tod ihrer Schwes­ter, die sich in New York das Leben genom­men hat. Alles, was bleibt, ist eine Postkarte, die die Schwes­ter geschickt hat. Eine Postkarte, die nicht viel verrät, und die Gesprä­che, die es im Lauf der Jahre gab. Gesprä­che, in denen die Schwes­ter von sich erzählte, vom Mann, von den Kindern und von den Treffen mit dem “Solda­ten”, ihrer einsti­gen Jugend­liebe (aber auch nicht der ganz großen), die nach Jahren plötz­lich wieder auftaucht und mit der die Schwes­ter eine heimli­che, aber unauf­ge­regte Affäre beginnt, die über Jahre andauert. 

📘 HUNDE­PARK

Eine Frau – Olenka, wie wir später erfah­ren werden – sitzt auf einer Parkbank in Finnland. Sie erkennt die schein­bar Unbekannte, die sich ans andere Ende der Bank setzt, nicht, denn Olenka ist nicht hier, um Kontakt zu suchen. Im Gegen­teil. Sie hat sich ein Buch mitge­nom­men und raschelt mit den Seiten, um der Fremden zu signa­li­sie­ren, dass sie nicht angespro­chen werden möchte. Nicht, weil sie zum Lesen hier ist. Nein, es hat einen anderen Grund, warum Olenka in den Hunde­park kommt. 

📘 EIN SIMPLER EINGRIFF

… gehört nicht zu den Romanen, die viel auser­zäh­len, und gerade das macht ihn so schön. Inokai erzählt in einer wunder­bar zarten, poeti­schen und trotz­dem sehr direk­ten, knappen Sprache.

📘 ​JOKER­MAN von Stefan Kutzenberger

Stell dir vor, die Welt wird von einem Netzwerk aus Bob Dylan-Fans gelenkt. Und stell dir vor, du heißt Stefan Kutzen­be­ger und hast gerade einen ziemlich an den Haaren herbei­ge­zo­ge­nen Vortrag über den Joker­man auf einer Dylan-Konfe­renz gehal­ten und erwar­test nun, dass dich alle ausla­chen. Aber das geschieht nicht.

📘 ZEBRA IM KRIEG

Nach der Corona-Krise. In einer namen­lo­sen Hafen­stadt, in der Paul Saria­ni­dis mit seiner zwölf­jäh­ri­gen Tochter Lena, seiner Frau Flora (einer Spitals­ärz­tin) und seiner ewig granteln­den Mutter lebt (in einem Land, in dem es einmal eine pinkfar­bene Revolu­tion gab und in der nicht wenige Eltern in den 90ern und 2000ern dem organi­sier­ten Verbre­chen angehör­ten, während andere ihr Geld als Prosti­tu­ierte in Westeu­ropa verdien­ten), findet gerade eine „erwei­terte Polizei­ak­tion gegen Terro­ris­ten“ statt. Krieg ist es offizi­ell keiner, wenngleich jede Nacht Raketen den Himmel erleuch­ten, Kanonen auf die Stadt gerich­tet sind, die Zufahrts­stra­ßen gesperrt und die Versor­gung knapp ist.

📘 DIE EISTAUCHER

Bryla hebt einzelne, hauch­dünne Fäden hoch und lässt sie vor unserem inneren Auge schwe­ben. Fäden, die sie erst nach und nach zu einem dichten Stoff verwebt. Dann nämlich, wenn wir – aus wechseln­den Perspek­ti­ven – die Eistau­cher kennen­ler­nen, in einer Zeit zwanzig Jahre zuvor, in der sie zusammenfinden. 

📘 ES IST SCHON FAST HALB ZWÖLF

Hilde kümmert sich liebe­voll um ihren an Demenz erkrank­ten Mann Karl, mit dem sie 70 Ehejahre verbin­den. Kurz vor ihrem Umzug ins Alters­heim bittet sie Markus, den Zivil­die­ner, ihr die Kiste mit den alten Briefen vom Dachbo­den zu bringen. Denn Hilde hütet ein Geheim­nis, von dem selbst Karl nichts weiß – aber an dieses muss sie sich erst langsam herantasten …