📘 AUF SEE

In ihrem neuen Roman setzt sich There­sia Enzens­ber­ger mit Utopien ausein­an­der. „Auf“ See“ ist flott geschrie­ben und spannend – vor allem aber zeigt der Roman auf, wie eng der Wunsch nach Freiheit und die Ausbeu­tung von Natur und Mensch mitein­an­der verbun­den sind. 

📘 MASCHI­NEN WIE ICH

McEwans Roman spielt im Jahre 1982 in London. Aber nicht ganz. Denn die Beatles sind noch zusam­men, das Verei­nigte König­reich hat den Krieg um die Falkland­in­seln verlo­ren und Alan Turing, der unter anderem an der Entzif­fe­rung des Enigma-Codes betei­ligt war und eines der ersten Schach­pro­gramme entwi­ckelte, lebt noch. In eben diesem paral­le­len 1982 ergat­tert der Anthro­po­lo­gie­stu­dent und Technik-Nerd Charlie einen von 25 perfekt gebau­ten (und wahnsin­nig teuren) Andro­iden der ersten Adam und Eve Serie, die wie Menschen ausse­hen, (fast) wie Menschen handeln und sogar Gefühle zeigen. 

📘 HUNDE­PARK

Eine Frau – Olenka, wie wir später erfah­ren werden – sitzt auf einer Parkbank in Finnland. Sie erkennt die schein­bar Unbekannte, die sich ans andere Ende der Bank setzt, nicht, denn Olenka ist nicht hier, um Kontakt zu suchen. Im Gegen­teil. Sie hat sich ein Buch mitge­nom­men und raschelt mit den Seiten, um der Fremden zu signa­li­sie­ren, dass sie nicht angespro­chen werden möchte. Nicht, weil sie zum Lesen hier ist. Nein, es hat einen anderen Grund, warum Olenka in den Hunde­park kommt.