📘 ZEBRA IM KRIEG

Nach der Corona-Krise. In einer namen­lo­sen Hafen­stadt, in der Paul Saria­ni­dis mit seiner zwölf­jäh­ri­gen Tochter Lena, seiner Frau Flora (einer Spitals­ärz­tin) und seiner ewig granteln­den Mutter lebt (in einem Land, in dem es einmal eine pinkfar­bene Revolu­tion gab und in der nicht wenige Eltern in den 90ern und 2000ern dem organi­sier­ten Verbre­chen angehör­ten, während andere ihr Geld als Prosti­tu­ierte in Westeu­ropa verdien­ten), findet gerade eine „erwei­terte Polizei­ak­tion gegen Terro­ris­ten“ statt. Krieg ist es offizi­ell keiner, wenngleich jede Nacht Raketen den Himmel erleuch­ten, Kanonen auf die Stadt gerich­tet sind, die Zufahrts­stra­ßen gesperrt und die Versor­gung knapp ist.

📘 ES IST SCHON FAST HALB ZWÖLF

Hilde kümmert sich liebe­voll um ihren an Demenz erkrank­ten Mann Karl, mit dem sie 70 Ehejahre verbin­den. Kurz vor ihrem Umzug ins Alters­heim bittet sie Markus, den Zivil­die­ner, ihr die Kiste mit den alten Briefen vom Dachbo­den zu bringen. Denn Hilde hütet ein Geheim­nis, von dem selbst Karl nichts weiß – aber an dieses muss sie sich erst langsam herantasten …

📘 GRAUE BIENEN

Sergej, ein Bienen­züch­ter Ende 40, lebt im Donbass, in einem kleinen Dorf in der grauen Zone. Bis auf ihn und seinen ehema­li­gen Schul­feind Paschka ist keiner im Dorf geblie­ben. Es gibt keinen Strom mehr, die Läden haben geschlos­sen, und wenn Sergej mal ein paar Eier holen will, macht er sich im Schutz der Dunkel­heit mit seinem Honig auf den Weg ins nächste Dorf, wo das Leben noch halbwegs normal erscheint.